„Schulschwestern“ standen beim Museumsmontag im Fokus. Franziskanerinnen und ihre fast 140-jährige Geschichte wurden erörtert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. September 2019 (04:34)
Brigitte Mayerhofer
Die Schwestern Edith Payerl (10. von links) und Elvira Reuberger (12. von links) gaben am Museumsmontag einen Einblick in die Geschichte der Zwettler Franziskanerinnen.

Die Franziskanerinnen in Zwettl – früher als Schulschwestern bekannt – standen am letzten Zwettler Museumsmontag in diesem Sommer im Mittelpunkt.

Für mehr als 30 Besucher gaben die Schwestern Elvira Reuberger und Edith Payerl einen Einblick in die Geschichte der Schwesterngemeinschaft in Zwettl und ihrer Bedeutung. Die Schwesterngemeinschaft, deren Mutterhaus sich damals in Judenau bei Tulln befand, suchte vor etwa 140 Jahren einen neuen Standort, an dem Mädchen unterrichtet werden konnten. Dazu brauchte man auch Räumlichkeiten für ein Internat. Im Jahr 1882 kauften die Schwestern das Haus in der Klosterstraße Nr. 10 vom Stift Zwettl.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude um ein weiteres Stockwerk erweitert da die Nachfrage nach Internats- und somit nach Schulplätzen für Mädchen sehr groß war. Im Lauf der Jahre entwickelte sich daraus das heute größte Schulzentrum Zwettls.

Die Wurzeln der Gemeinschaft liegen in der Stadt Hallein in Salzburg, wo bereits im 18. Jahrhundert Theresia Zechner begann, sich um die Töchter der Salinenarbeiter zu sorgen. Das Leben nach dem Evangelium im Geist des Heiligen Franz von Assisi befähigte sie und Gleichgesinnte zum konkreten Dienst der Bildung und Erziehung der Mädchen und jungen Frauen.

Im Anschluss konnten die Gäste die lichtdurchflutete neue Kapelle im Obergeschoss besuchen. Um dem besonderen Raum Rechnung zu tragen, wurde hier gemeinsam ein Psalm gebetet. Den Abschluss bildete der Besuch des individuell gestalteten Wohnbereichs der Schwestern.